Aktuelles

7. Oktober 2020 Süddeutsche Zeitung Aufs falsche Gleis gesetzt
Eigene Anmerkung: Auch Münchens Oberbürgermeister ist verärgert über die Informationspolitik der Bahn. Die gleichen Erfahrungen wie jetzt OBB Reiter machen wir auch für den Abschnitt Grafing – Trudering. Die Bahn stellt sich dar ohne Entscheidungsbefugnisse und Planungshoheit. Deshalb gibt es auch keinen wirklichen Dialog, sondern nur einen einseitigen und ungenügende Informationsfluss von der Bahn zum Bürger. Nicht vom Bürger zur Bahn! Echter Dialog sieht anders aus.

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Rund 30.000 Stellungnahmen zum Brenner-Nordzulauf (Raumordnungsverfahren)

Der AK Bahnlärm Kirchseeon hat ebenfalls Stellungnahmen zum Raumordnungsverfahren über die Gemeindeverwaltung und dem Landratsamt Ebersberg initiiert, da erhebliche Auswirkungen auf Kirchseeon und des ganzen Landkreises zu erwarten sind. Insbesondere eine erhebliche Zunahme der Lärmbelastung, sowie eine deutliche Verschlechterung des S-Bahnverkehrs durch eine Fremdnutzung der Gleise mit Güter und Personenfernverkehr.

Im seit 29. Mai laufenden Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf sind bei der Regierung von Oberbayern als höherer Landesplanungsbehör- de insgesamt rund 30.000 Stellungnahmen eingegangen.
In der ersten Verfahrensphase, dem sogenannten Beteiligungsverfahren, hatten Bürger, betroffene Kommunen, Behörden, Verbände und Organisationen bis ein- schließlich 24. Juli die Gelegenheit, Stellungnahmen zum Vorhaben abzu- geben. Derzeit erfolgt die inhaltliche Prüfung und Auswertung im Hinblick auf raumbedeutsame Belange. Mit einem Ergebnis des Verfahrens ist vo- raussichtlich bis Ende des Jahres zu rechnen. Lesen Sie die Pressemitteilung der Regierung von Oberbayern


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Der Bayerische Landtag schließt sich einstimmig unserer Forderung an, für bessere Lärmschutzmaßnahmen im Abschnitt Grafing-München.

Beschluss des Plenums, Landtags-Drucksache 18/4174 vom 15.10.2019:
„Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass die Bestandsbahnstrecke zwischen Grafing Bahnhof und München, die durch besiedelte Gebiete führt und für welche eine erhöhte Belastung durch die kommende Inbetriebnahme des Brenner Basistunnel zu erwarten ist, die gleich hohen Lärmschutzmaßnahmen erhält, wie sie bei Neubaustrecken bereits jetzt in der Bundesgesetzgebung vorgesehen sind.“

Wir bedanken uns sehr für die Unterstützung durch unsere SPD-Landtagsabgeordnete Frau Doris Rauscher, die durch ihren Antrag diesen Beschluss möglich gemacht hat. 
Da die Entscheidung über Lärmvorsorge an der Bahn im Bund getroffen wird, ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. 

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„Bürgerinitiative verklagt Die Bahn“ Ein emotionaler Beitrag in der ARD Mediathek. (bitte etwas Geduld beim laden) „Seit 40 Jahren warten die Anwohner einer der stärksten befahrenen Bahntrassen Europas in Düsseldorf-Angermund auf den Bau eines Lärmschutzes. Sieben Tage die Woche, rund um die Uhr rasen hier Regional-, Fernverkehrs- und Güterzüge in unmittelbarer Nähe der Häuser vorbei. Die Bürgerinitiative hat jetzt die Deutsche Bahn verklagt“.

So oder so ähnlich wird es in Kirchseeon werden, wenn wir uns nicht jetzt zusammenschließen und dagegen kämpfen.