Aktuelles

Bürgerprotest gegen den derzeitigen Planungsstand zum Brennernordzulauf

Lieber Bürgerinnen und Bürger,

am Samstag, den 05.02.2022 um 12.00 Uhr wollen wir wieder unseren Unmut über die Trassenplanung des Brennernordzulaufes öffentlich mit- teilen. In den letzten Monaten haben wir viel Zuspruch mit unserer Ableh- nung zu der bisherigen Trassenplanung und den Vorschlägen der Deut- schen Bahn erfahren und wir werden immer mehr.

Umso mehr dürfen wir den Proteststrom nicht abreißen lassen und auch aus landespolitischer Sicht bekommen wir nun zusätzlich prominente Un- terstützung.

Als Besucherin und als Unterstützung hat sich die Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Frau Kerstin Schreyer, angekündigt.

Durch unseren Protest wollen wir die DB dazu bewegen, die korrekten Zugzahlen in die Planung einzubeziehen (BCP-Studie und nicht die Zug- zahlen des Bundesverkehrswegeplans, die niedriger angesetzt sind) und durch die technischen Möglichkeiten die Bestandsstrecke aufzurüs- ten/auszubauen, um die Durchschneidung der Landschaft durch den Neu- bau einer Trasse zu verhindern. Zusätzlich dürfen wir aber auch die Men- schen an der Bestandsstrecke von Grafing-Bahnhof nach München nicht vergessen und alle Anwohner die dicht am Gleis leben, da hier Lärm und Erschütterungen unmittelbar an der Wohnbebauung entstehen und auch hier muss die DB nachbessern.

Um unseren Protest öffentlich zu zeigen, laden wir zu einer zentralen Protestveranstaltung der Stadt Grafing, der Gemeinde Alxing/Bruck, der Gemeinde Aßling, der Gemeinde Kirchseeon, der Gemeinde Zor- neding, der Gemeinden Vaterstetten und Haar, sowie Trudering und Ostermünchen am Samstag, den 05.02.2022 um 12.00 Uhr ein. Der Veranstaltungsort liegt an der Ortsverbindungsstraße von Oberelk- ofen nach Obereichhofen neben den Golfplatz, auf dem Radweg nach Eisendorf.

Der zentrale Veranstaltungsort ist der Radweg von Oberelkofen nach Eisendorf. Die Anfahrt ist auch über Verbindungsstraße von Eisendorf nach Obereichhofen möglich.

Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Es geht hier, um unsere Heimat.

Bitte beachten!!!! Aufgrund des dynamischen Pandemiegeschehen halten wir uns an die verschärften Auflagen und halten Abstand (mind. 1,5m) und es gilt Maskenpflicht.

Christian Bauer
Erster Bürgermeister Stadt Grafing bei München

Florian Solfrank
Arbeitskreis Bahnlärm Grafing bei München

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Januar 2022. Die Lärmbelastung durch den Brenner-Basistunnel wird für Kirchseeon erheblich größer werden als durch die Bahn prognostiziert

Für die zu erwartende Lärmbelastung benutzt die Bahn noch veraltete Pläne. Tatsächlich wird sich das Transportvolumen im Güterverkehr nahezu verdoppeln. In der SZ vom 21.12.2021 ist der Zusammenhang gut dargestellt (Zum Artikel).

Die Bahn startet jetzt den Dialog zum Abschnitt Grafing bis Trudering. In diesem Forum werden wir uns für Lärmschutz gemäß Neubaustandard einsetzen, dem die tatsächlich zu erwartenden Zugzahlen zu Grunde liegen.

In den nächsten Monaten wird die Basis gelegt welche Belastungen die Bürger aushalten müssen. Wir fordern alle Bürger und Gemeindeverwaltung auf, sich in den Öffenlichkeitsbeteiligungen für einen „Lärmschutz nach Neubaustandard“ auf der gesamten Strecke einzusetzen.

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Der Bayerische Landtag schließt sich einstimmig unserer Forderung an, für bessere Lärmschutzmaßnahmen im Abschnitt Grafing-München.

Beschluss des Plenums, Landtags-Drucksache 18/4174 vom 15.10.2019:
„Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass die Bestandsbahnstrecke zwischen Grafing Bahnhof und München, die durch besiedelte Gebiete führt und für welche eine erhöhte Belastung durch die kommende Inbetriebnahme des Brenner Basistunnel zu erwarten ist, die gleich hohen Lärmschutzmaßnahmen erhält, wie sie bei Neubaustrecken bereits jetzt in der Bundesgesetzgebung vorgesehen sind.“

Wir bedanken uns sehr für die Unterstützung durch unsere SPD-Landtagsabgeordnete Frau Doris Rauscher, die durch ihren Antrag diesen Beschluss möglich gemacht hat. 
Da die Entscheidung über Lärmvorsorge an der Bahn im Bund getroffen wird, ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. 

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